Anke Himmelreich
〚Linguist〛

Team

Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit von Johanna Seifert (Graphiken), Jörg Schwulst (Idee) und mir (Texte und Layout).

Klimaschutz schenken

Weihnachten und Klimaschutz geht nicht zusammen? Wir sagen, doch. Wer Weihnachten dieses Jahr etwas klimafreundlicher gestalten will, findet hier ein paar Anregungen für klimafreundliche Weihnachtsgeschenke, darunter auch kostengünstige oder kostenfreie Geschenke. Unsere Gutscheinvorlagen können für ganz individuelle Geschenke genutzt werden, ganz egal, ob zu Weihnachten, zu Chanukka oder zu anderen Feiertagen. Zu jeder Vorlage gibt es Ideen und Anregungen zur Umsetzung sowie Hintergrundinformationen zum Thema.

Alle Gutscheine als Download: PDF

Klimaschutz durch Bäume pflanzen

Weihnachten und Bäume gehören für die meisten Menschen zusammen. Doch statt wie jedes Jahr einen Weihnachtsbaum für das heimische Wohnzimmer zu kaufen, kann man die Ideen "Weihnachten" und "Baum" auch einmal neu kombinieren. Statt einen Baum zu fällen (oder fällen zu lassen), kann man einem Baum ins Leben helfen. Statt einen Baum zu kaufen, kann man einen Baum schenken. Wer an der Idee des Baumschenkens Gefallen gefunden hat, kann unsere Gutscheinvorlage "Baum" nutzen und bekommt hier zwei Anregungen, wie so ein Baumgeschenk gestaltet werden kann:

  1. Baum spenden
    Ob in der eigenen Stadt oder in fernen Ländern, jeder Baum bindet CO2 und wirkt dem Klimawandel so etwas entgegen. Informationen, wie man einen Baum spenden kann, findet man z.B. unter
    trilliontreecampaign.org oder
    leipzig.de

    Ideen für persönliche Grußworte:
    "Damit die Welt ein bisschen länger grün bleibt, schenke ich dir einen Baum in ............. ."
    "Weil ich weiß, wie sehr dir unsere Welt am Herzen liegt, möchte ich in deinem Namen einen Baum spenden."
    "An vielen Orten der Welt werden mehr Bäume gebraucht. Diesen Gutschein kannst du nutzen, um ein Baumpflanzprojekt deiner Wahl finanziell zu unterstützen."
    "Bald kann jeder sehen, dass du etwas ganz Besonderes bist. Im Stadtteil ............. in Leipzig wird dir demnächst eine ............. (HIER BAUMART EINFÜGEN) gewidmet."

  2. Baum selber pflanzen
  3. Vielerorts hat man auch die Möglichkeit, Bäume selber zu pflanzen, zum Beispiel mit der Teilnahme bei einer Baumpflanzaktion. Wer ein eigenes Stück Land besitzt, kann natürlich auch dort einfach mit dem Bäume pflanzen loslegen. Mehr Infos übers Baumpflanzen in Leipzig unter
    nabu.de
    HIER WEITERE LINKS EINFÜGEN

    Ideen für persönliche Grußworte:
    "Lass uns gemeinsam einen Baum pflanzen und sehen wie er wächst und gedeiht. Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit dir!"
    "Ich weiß doch, wie gerne du frische .............(HIER OBSTART EINFÜGEN) isst. Darum schenke ich dir ein .............-Bäumchen für deinen/unseren Garten."

Wer noch nicht so sehr von der Idee des Baumschenkens überzeugt ist oder wer sich für die Hintergründe der Idee interessiert, für den haben wir noch mehr Informationen zusammengestellt:

Warum haben wir Weihnachtsbäume?

Ein Brauch, der wie kaum ein anderer unser heutiges Bild von Weihnachten prägt, ist der Weihnachtsbaum. Ob im heimischen Wohnzimmer, vor Kirchen oder in Einkaufzentren: Im Dezember holen wir etwas Wald dorthin, wo längst kein Wald mehr steht. Die immergrünen, reich geschmückten Nadelbäume symbolisieren Fruchtbarkeit, Hoffnung und Unsterblichkeit.

Was viele Menschen bei der Allgegenwärtigkeit von Weihnachtsbäumen jedoch vergessen, ist, dass dieser grüne Weihnachtsschmuck erst im 18. Jahrhundert langsam Einzug in die bürgerlichen Haushalte hielt. Bis dahin wurde, wenn überhaupt, ein einziger Baum für alle Menschen auf dem Marktplatz oder in der Kirche aufgestellt. Tannen waren damals selten in Mitteleuropa und die wenigen, die als Weihnachtsbäume geeignet waren, waren gut betuchten Menschen vorbehalten.[1]

Erst mit Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als nach und nach immer mehr Tannen und Fichten gepflanzt wurden, wurde der Weihnachtsbaum vom Luxusgut zur Selbstverständlichkeit. Kaum jemand möchte heutzutage darauf verzichten. Und kaum jemand hinterfragt heutzutage diese vermeintlich urdeutsche Tradition.

Sind Weihnachtsbäume schlecht für die Umwelt?

Die Frage, ob Weihnachtsbäume gut oder schlecht für unsere Umwelt sind, lässt sich nicht mit einem Wort beantworten. Als Bäume speichern sie in der Wachstumsphase CO2 so wie alle Pflanzen. Ein Hektar Weihnachtsbaumkultur speichert in 10 Jahren (dem durchschnittlichen Lebensalter eines Weihnachtsbaums) etwa 145 Tonnen CO2 und sorgt für etwa 100 Tonnen Sauerstoff. Bei einer Anbaufläche von etwa 50.000 Hektar in Deutschland sind das stolze 725.000 Tonnen CO2 pro Jahr.[2] Dazu kommt, dass sich der Weihnachtsbaum nach den Feiertagen auch noch weiter nutzen lässt: Viele deutsche Kommunen sammeln die Weihnachtsbäume ein und nutzen sie in Biomassekraftwerken zur Strom- und Wärmegewinnung, wie z.B. in Berlin, oder sie kompostieren sie und gewinnen daraus Humus, wie z.B. in Leipzig.

Wunderbar, möchte man meinen. Weihnachtsbäume sind gut für die Umwelt. Sie machen die Wohnzimmer schön, schaffen Arbeitsplätze, wirken dem Klimawandel entgegen, und verursachen noch nicht einmal "richtigen" Müll. So einfach ist die Gleichung leider nicht.

Zunächst einmal ist die CO2-Speicherkapazität von Bäumen unabhängig von der Tatsache, ob sie einmal als Weihnachtsschmuck genutzt werden oder nicht. Generell speichert ein Hektar Wald in 10 Jahren ca. 130 Tonnen CO2 und liegt damit etwa gleich auf mit der Weihnachtsbaumkultur. Dabei ist zu bemerken, dass die genaue Menge des von Bäumen gespeicherten CO2 vor allem abhängig von der Baumsorte ist: So kann eine Buche z.B. aufgrund der höheren Holzdichte etwa 35% mehr CO2 speichern als eine Fichte mit gleicher Höhe und gleichem Stammumfang.[3] Würde man also auf den 50.000 Hektar nicht Weihnachtsbäume, sondern einen Mischwald pflanzen, hätte man am Ende vielleicht sogar einen besseren CO2-Speicher.

Fällt das CO2-Argument weg, fällt die Öko-Bilanz des Weihnachtsbaums deutlich schlechter aus. In Deutschland stehen jedes Jahr 23-29 Millionen Bäume in Privathaushalten. Diese werden zu rund 60% im stationären Handel gekauft und zu 10% im Onlinehandel.[1] Dafür müssen die Bäume von den landwirtschaftlichen Betrieben zu den Händlern oder den Privathaushalten aufwändig transportiert werden, in Deutschland zumeist mit dem LKW. Dazu kommt, dass nur ca. 90% des Bedarfs durch deutsche Bäume gedeckt werden kann. Der Rest der Bäume wird aus anderen Ländern, wie z.B.Dänemark, importiert. Der Transport von Tannenbäumen und der damit verbundene CO2-Ausstoß schlägt in der Ökobilanz von Weihnachtsbäumen also nicht unwesentlich zu Buche ;-).

Neben dem Transport gibt es noch zwei weitere negative Umweltaspekte, die beim Thema Weihnachtsbaum oft vergessen werden: Die Folgen für die Biodiversität und der Verpackungsmüll. Unzweifelhaft ist eine Weihnachtsbaumkultur kein Wald, sondern eben eine Weihnachtsbaumkultur - eine Plantage mit Monokultur, in denen andere Pflanzen keine Chance haben. Um Schadbefall zu verhindern und Ernteerträge zu erhöhen, wird in konventionellen Weihnachtsbaumbetrieben, genauso wie in anderen Bereichen der Landwirtschaft, mit Pestiziden und Düngemitteln gearbeitet. Diese Schadstoffe schädigen Böden, Gewässer und Tiere, vor allem Insekten. Positiv zu erwähnen ist, dass in den vergangenen Jahren, der Umsatz an Bio-Weihnachtsbäumen steigt.[4] Nichtsdestotrotz stammen immer noch 99,63% aller Weihnachtsbäume aus konventionellem Anbau.[5]

Der Aspekt, der wohl am seltensten beim Thema Weihnachtsbaum bedacht wird, ist, dass jeder Baum auf seinem Weg von der Weihnachtsbaumkultur zum Wohnzimmer für den Transport verpackt wird - und das oft mehrmals, denn an vielen Verkaufsstellen werden die Bäume erst einmal in ihrer ganzen Pracht präsentiert, damit sich die potentiellen Käufer*innen von der Unversehrtheit und der Wohlgeformtheit des Baumes überzeugen lassen können. Um aber die Weihnachtsbäume effizient vom Anbauort zum Händler zu transportieren, müssen Äste und Zweige platzsparend weggeschnürt werden. Um dann vom Handel an ihren Bestimmungsort, das Wohnzimmer, zu gelangen, müssen die Bäume erneut verpackt werden. Pro Weihnachtsbaum und pro Transport müssen etwa 3m Verpackungsnetz eingeplant werden.[6] So kommen in Deutschland jedes Jahr gut 150.000 km Plastiknetz als Weihnachtsbaummüll zusammen.

Unterm Strich lässt sich also Folgendes sagen: Ein toter, geschmückter Baum im Wohnzimmer hat eine deutlich schlechtere Umweltbilanz als ein lebender Baum an der frischen Luft. Wer hätte das gedacht ...

Gibt es gute Weihnachtsbäume?

Wer sich immer noch nicht vom Weihnachtsbaum verabschieden möchte, aus welchen Gründen auch immer, der kann die Ökobilanz seines Baumes verbessern, indem er einen biozertifizierten Baum aus regionalem Anbau kauft, am besten direkt vom Händler. Eine Liste mit Betrieben gibt es auf Robin Wood. Wer darüber hinaus noch mehr Gutes tun möchte, entscheidet sich entweder gegen eine Nordmanntanne oder kauft eine fair gehandelte Nordmanntanne, und zwar aus folgenden Gründen:

Schaut man sich den Markt für Weihnachtsbäume an, erkennt man schnell einen Trend zur Eintönigkeit. Etwa 80% der in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume sind Nordmanntannen. Für die Nordmanntannen sprechen ihre Ästhetik, ihre Haltbarkeit und ihre weichen Nadeln. Leider ist die Nordmanntanne aber in Deutschland nicht heimisch, anders als zum Beispiel die Fichte. Um Nordmanntannen in Deutschland zu züchten, müssen Zapfen importiert werden, meist aus Georgien, dem Ursprungsland der Nordmanntanne. Die Zapfen, die nur an den älteren, hohen Bäumen wachsen, werden vor Ort unter größtenteils furchtbaren Arbeitsbedingungen von Samenpflückern gewonnen, die für ihre Arbeit bis zu 60m hohe Bäume ungesichert erklimmen. Sie haben fast alle weder eine Krankenversicherung noch eine Unfallversicherung. Die Kletterer sind zumeist junge Männer, die das Haupteinkommen ihrer Familie sichern. Sie setzen ihr Leben aufs Spiel, damit wir für ein paar Tage den Weihnachtsbaum unserer Träume haben. Wer das nicht hinnehmen will, kann einen Baum aus fairem Handel kaufen. Die dänische Organisation Fair Trees Fund unterstützt die Samenpflücker mit einer sicheren Ausrüstung, einem Klettertraining, höheren Löhnen, sowie einer Kranken- und Unfallversicherung.[7] Infos, wo man faire Weihnachtsbäume kaufen kann, findet man auf fairtreesfund.com

In jedem Fall sollte man der Versuchung widerstehen, einen künstlichen Weihnachtsbaum als Alternative zum echten Baum zu erwerben. Diese lassen sich zwar potentiell unendlich lang verwenden, bestehen jedoch meist aus sehr giftigem, schwer zu recyclendem Plastik und werden größtenteils in China gefertigt. Man muss so einen Plastikbaum schon mindestens 20 Jahre verwenden, damit er in der Umweltbilanz besser als ein echter Baum dasteht. In der Regel wird ein künstlicher Baum aber nur 6 Jahre genutzt.[8]

Gibt es Alternativen zum Weihnachtsbaum?

Niemand muss in Deutschland auf einen Weihnachtsbaum wirklich verzichten. Vielerorts gibt es öffentliche Weihnachtsbäume auf öffentlichen Plätzen, Weihnachtsmärkten, vor Kirchen oder in Einkaufszentren. Man muss schon sehr abgeschieden wohnen, um nicht in den optischen Genuss eines geschmückten, voll erleuchteten Baumes zu kommen.

Wer auf das Weihnachtssymbol Baum nicht zu Hause verzichten möchte, kann, statt einen ganzen Baum zu opfern, auch Folgendes tun:

  1. Zweige statt Baum:
    Wer es grün, aber dennoch umweltfreundlich möchte, kann es wie meine Großeltern früher handhaben: Man schmückt einfach einige Fichten oder Tannenzweige, die in einer Vase stehen. Zweige kann man im Winter im Blumenhandel kaufen oder man schneidet sie selber (bitte vorher um Erlaubnis fragen, falls man sie nicht aus dem eigenen Garten holt).
  2. Einen Baum basteln:
    Wer fantasievoll ist, kann sich auch aus verschiedensten Materialien einen Weihnachtsbaum basteln, z.B. aus Holz oder aus Karton. Besonders mit Kindern kann das leicht zu einer neuen Familientradition werden. Im Internet, besonders in sozialen Medien, findet man dazu viele Ideen und Anregungen.
  3. Der zweidimensionale Wand-Weihnachtsbaum:
    Wer wenig Platz zu Hause hat oder einfach nur die Symbolkraft des Weihnachtsbaums liebt, kann sich folgende Idee zunutze machen: Ein Weihnachtsbaum ist schnell an die Wand gebracht mit einem Baumposter, etwas bunten Washitape oder ein paar Nägeln und einer Lichterkette. Ideen gibt es z.B. auf houzz.de

Mit diesen Ideen wünschen wir allen Menschen wunderschöne Festtage.

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Quellen

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsbaum
  2. https://www.sdw.de/waldwissen/weihnachtsbaum/
  3. https://www.wald.de/wie-viel-kohlendioxid-co2-speichert-der-wald-bzw-ein-baum/
  4. https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/wohnen/christbaum-kaufen
  5. https://blog.energiedienst.de/nachhaltiger-weihnachtsbaum/
  6. https://www.weihnachtsbaum-zentrale-swplant.de/service/verpackungsnetz/
  7. https://www.zdf.de/nachrichten/heute-in-europa/faire-weihnachten-100.html
  8. https://www.sciencedaily.com/releases/2012/11/121127153030.htm

Klimaschutz durch Fahrrad fahren

Zu Weihnachten denken wohl die wenigsten in unseren Breiten an eine Fahrrad-Tour. Nur hartgesottene Radfans machen bei Kälte, Regen und mitunter Schnee und Glatteis die Straßen und Radwege unsicher. Trotzdem bietet sich auch zu Weihnachten ein Fahrradgeschenk an. Hier ein paar Ideen, wie man mit unserer Gutschein-Vorlage "Fahrrad" Kinder- und Erwachsenenaugen zum Strahlen bringen kann:

  1. Ein Fahrrad oder Fahrradzubehör schenken
    Ganz klassisch etwas im Geschäft kaufen, einpacken, verschenken. Die Zielgruppe solcher Geschenke sind wohl ganz klar Menschen, die gerne und viel Rad fahren, egal ob im Alltag oder als Hobby. Zugegeben, das ist nicht sonderlich originell. Wie steht es aber mit der Idee, eine Lampe, einen rückenfreundlichen Sattel, eine Fahrradwartung oder gar ein ganzes Fahrrad an jemanden zu verschenken, der das Fahrradfahren schon aufgegeben hat oder dessen altes Fahrrad einsam im Keller dahin rostet? Jemand, der vielleicht schon längere Zeit davon redet, sich im neuen Jahr wieder mehr zu bewegen. Oder jemand, für den der tägliche Stau auf dem Weg zur Arbeit eine Tortur ist, die er schon lange überwinden will. Einfach jemand, der einen Zuspruch, eine Ermutigung zum Fahrradfahren gut gebrauchen kann.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Damit du mal wieder richtig in die Pedale treten kannst, schenke ich dir eine(n) ............. . "
    "Ich weiß, dir fehlt noch ein(e) ............., um im nächsten Jahr voll durchzustarten."
    "Zwei Räder, ein*e Fahrer*in. Jetzt fehlt nur noch ein(e) ............., und es geht los."
    "So schnell habe ich den Weihnachtsmann noch nie gesehen. Er wollte dir unbedingt noch ein(e) ............. bringen."

  2. Zeit mit dem Fahrrad schenken
    Hier wird es schon kreativer. Wir schenken keine Materie, sondern Zeit. Wir schenken ein Stück von uns selbst. Ladet doch jemanden dazu ein, im Frühling eine Fahrradtour zu machen. Oder nehmt euch Zeit, mit der oder dem Beschenkten eure Fahrräder zusammen fit zu machen und auf Hochglanz zu polieren. Zeit ist in unserer hektischen Welt eines der kostbarsten Güter.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Lass uns im Frühjahr mal wieder zusammen ins Grüne radeln."
    "Du hast es verdient mal wieder abzuschalten. Schwing dich aufs Fahrrad, ich pass auf deine Kinder auf."
    "Ich weiß, wie lästig das Fahrradputzen sein kann. Mit diesem Gutschein kannst du dich zurücklehnen und mich die Arbeit machen lassen."
    "Lass uns dein Fahrrad zusammen startklar für die kommende Saison machen."

  3. Fahrräder spenden
    Wer vom Fahrrad begeistert ist, aber niemanden hat, dem er etwas fürs Fahrrad schenken kann, kann ein Fahrradgeschenk auch anders denken. Im Namen des oder der Beschenkten kann man an Organisationen spenden, die Fahrräder dorthin bringen, wo sie nicht Hobby sind, sondern dringend benötigtes Transportmittel. In abgelegenen, ärmeren Regionen der Welt gibt es Kinder, die einen weiten Weg zur Schule haben, Hebammen, die schnell von einer Patientin zur nächsten müssen, und Menschen, die Waren in die Stadt transportieren müssen oder weite Wege zur nächsten Trinkwasserquelle haben. Gerade für diese Menschen ist ein Fahrrad goldwert. Karl Drais hatte bei der Erfindung des Fahrrads die Idee "Mobilität für alle" im Kopf und diese Idee soll auch heute noch weiter leben. Unter den folgenden Links findet man einige Organisationen, die Fahrradspenden ermöglichen:

    Ideen für persönliche Grußworte
    "In deinem Namen spende ich ein Fahrrad an ............., um Menschen in ............. mehr Mobilität zu schenken."
    "Du brauchst dich nicht länger darüber zu ärgern, dass mein altes Fahrrad Platz im Keller wegnimmt. Ich spende es in deinem Namen an ............. ."
    "Ich weiß, du träumst davon, dass alle Menschen Fahrrad fahren. Damit dein Traum Realität wird, geht in deinem Namen ein Fahrrad an ............. ."
Wer andere überzeugen muss, dass das Fahrrad eine wunderbare Sache für Mensch und Klima ist oder wer selbst noch am Fahrrad zweifelt, der findet im Folgenden ein paar Hintergrundinfos:

Warum ist das Fahrrad das wohl genialste Transportmittel, das je erfunden wurde?

Die Geschichte des Fahrrads ist eine Geschichte der Gleichberechtigung: 1817 erfand Karl von Drais die Laufmaschine, einen Vorläufer des Fahrrads, die man heute eher Laufrad nennen würde. Die Laufmaschine war eine absolute Neuheit. Sie war günstig herzustellen, verlangte nicht den Besitz von Pferden oder anderen Zugtieren (die damals wegen Hungersnöten eher auf dem Teller landeten) und ermöglichte es jedem, auch Menschen mit weniger Geld, sich doppelt so schnell fortzubewegen wie zu Fuß. 1853 kam dann das dazu, was heute essentieller Bestandteils eines jeden Fahrrads ist: Der Pedalantrieb - zunächst in der Vorderradachse verbaut, wie man es von Hochrädern kennt; später zwischen den Rädern und Kettenantrieb zum Hinterrad, wie es bei den heutigen Niederrädern gebräuchlich ist, deren erste Modelle in den 1880er Jahren die Welt eroberten.[1]

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass Fahrräder nicht nur Freizeitgerät der Wohlhabenden sind, sondern auch Freiheitsgerät der Ärmeren - egal ob zur Stunde Null in Deutschland, in den Städten Chinas oder in ländlichen Regionen Afrikas. Wo Infrastruktur fehlt und wo wenig Geld für Mobilität vorhanden ist, ist ein Fahrrad goldwert. Es ermöglicht Menschen, sich mit überaus geringem Energieaufwand fortzubewegen. Mit nur 0,6 Joule pro Gramm und Kilometer ist das Fahrradfahren die Fortbewegungsart mit der niedrigsten Bewegungsenergie. Damit ist keine andere menschliche oder tierische Fortbewegungsart effizienter als das Fahrradfahren.[1,2]

Fassen wir diese Aspekte zusammen, wird schnell klar, warum das Fahrrad wahrscheinlich das genialste Transportmittel ist: Es ist preiswert, effizient und macht unabhängig. Das macht doch Lust, mal wieder in die Pedale zu treten.

Kann das Fahrrad das Auto ersetzen?

Wenn das Fahrrad so genial ist, warum nutzen wir dann überhaupt noch Autos, möchte man fragen. Fahrradskeptiker könnten an dieser Stelle viele Argumente aufzählen: Das Fahrrad nützt mir nichts bei langen Wegen. Mit dem Fahrrad kann man nichts transportieren. Manche Menschen haben körperliche Einschränkungen, brauchen aber dennoch Individualverkehr. Das Fahrrad funktioniert vielleicht gut im Sommer, aber nicht im Winter. Ich schwitze, wenn ich Fahrrad fahre - das ist eklig. Fahrradfahren auf der Straße ist viel zu gefährlich. Heißt das, eine fahrradstarke Stadt ist reine Utopie?

Nun ja, Tatsache ist, ein Fahrrad ist kein Auto und ein Auto ist kein Fahrrad. Es gibt Situationen, wo sich wahrscheinlich jeder freut, dass wir Autos haben. Kaum ein Schwerverletzter würde wohl gern auf einem Krankenfahrrad in die Notaufnahme gebracht werden. Die Frage, ob ein Fahrrad ein Auto ersetzen kann, macht also nur Sinn, wenn man sich die konkreten Verwendungszwecke der beiden Transportmittel ansieht.

Ein Fahrrad kann prinzipiell ein Auto bei kurzen Wegen ersetzen, wo nichts Großes transportiert werden muss. Aus dem 2019 erschienenen Bericht "Mobilität in Deutschland" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur geht hervor, dass etwa 60% aller PKW-Fahrten eine Weglänge von unter 10km haben und rund 45% eine Weglänge von unter 5km(!)[3]. Nach dem Längenkriterium könnte also immerhin bei der Hälfte aller Fahrten das Auto durch das Fahrrad ersetzt werden.

Das Transportargument ist vielleicht schon obsolet. Lastenräder finden immer mehr Zuspruch in Deutschland und es gibt mittlerweile sogar Lasträder, die bis zu 120kg transportieren können.[4] Sogar mit einem normalen Fahrrad kann man bis zu 25kg transportieren. Lastenräder finden bereits im mittelständisches Handwerk ihren Einsatz. So nutzen z.B. der Schornsteinfeger Norbert Skrobek aus Berlin[5] oder der Malermeister Jürgen Vogelsang aus Osnabrück[6] ihr Lastenfahrrad im Dienst. Die Betriebe sparen durch die Räder Geld (in der Anschaffung und im Gebrauch) und Zeit (vor allem bei der Parkplatzsuche beim Kunden).

Was die körperlichen Einschränkungen angeht, ist es fair zu sagen, dass sicherlich nicht jeder aufs Fahrrad umsatteln kann. Durch die Verbreitung von Pedelecs können aber vor allem ältere Menschen wieder vermehrt Fahrradfahren. Mittlerweile gibt es in Deutschland 4 Millionen Pedelecs.[3] Die neuen technischen Möglichkeiten sind daher sicherlich kein Hindernis, um die Zahl der Autofahrten zu reduzieren.

Dann war da noch irgendwas mit Wetter: Im Sommer zu heiß - Schweißgefahr, im Winter zu kalt - Glatteisgefahr. Für beide Probleme haben erfahrene Vielradler gute Lösungen gefunden. Von Wechselkleidung im Büro bis Schneeketten und Winterreifen für das Fahrrad findet man mittlerweile für beinahe jedes Problem eine Vielzahl an Lösungen. Empfehlenswert ist da zum Beispiel der Ratgeber "Mit dem Rad zur Arbeit" des ADFC.[7]

Und wie gefährlich ist das Radfahren? 2018 gab es laut Statistischem Bundesamt 308.721 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Der Hauptgrund für Unfälle ist menschliches Fehlverhalten. Hauptverursacher der Unfälle sind mit weitem Abstand immer noch Fahrer*innen von Personenkraftwagen (206.041). Fairerweise muss man dazu sagen, dass Fahrradfahrer*innen am zweithäufigsten Hauptverursacher waren (42.552). Insgesamt zeigt die Statistik aber, dass PKWs rund viermal häufiger an Unfällen mit Personenschaden beteiligt sind als Fahrräder.[8]

Hilfreich für die Sicherheit von Radfahrer*innen ist in jedem Fall ein gut ausgebautes Netz von Fahrradschutzstreifen und Fahrradwegen, die allen Radelnden Platz bietet. Dieser Platz ist da, wir müssen ihn bloß gerecht verteilen: Die mittlere Betriebszeit eines Autos pro Tag liegt bei 45 Minuten[3]; den Rest des Tages ist das Fahrzeug ein Stehzeug, das ca. 7m2 Platz benötigt.[9] Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Car-Sharing und letztendlich Fahrrädern ermöglicht es, die Anzahl von Parkflächen im öffentlichen Verkehrsraum zu reduzieren und sie für den aktiven Verkehr freizugeben. Parkspuren können so mancherorts zu Fahrradspuren werden.

Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass das Auto von unseren Straßen verschwinden wird, so ist es doch keineswegs undenkbar, dass eine größere Zahl von Autos durch das Fahrrad und auch durch öffentliche Verkehrsmittel ersetzt werden kann.

Sind E-Bikes jetzt eine gute oder eine schlechte Idee?

Auch bei dieser Frage gilt es, verschiedene Aspekte zu betrachten. Was die Umweltfreundlichkeit angeht, schlägt ein E-Bike ein Auto um Längen, allerdings ist es wegen dem Akku nicht ganz so umweltfreundlich wie ein einfaches Fahrrad. Ein E-Bike ist also aus ökologischer Sicht nur dann sinnvoll, wenn es wirklich anstelle eines Autos genutzt wird. Laut Umweltbundesamt sind die Treibhausgasemissionen aus Akkuproduktion und -recycling von einem Pedelec - dem wohl gängigsten E-Bike - aber bereits nach 165 Kilometer ausgeglichen, vorausgesetzt es werden 165 Auto-Kilometer ersetzt.[10] Die Lebenszeit des Akkus lässt sich übrigens verlängern, wenn der Akku keinen extremen Temperaturen ausgesetzt wird (Optimaltemperatur zwischen 10°C und 25°C) und wenn Tiefentladungen und dauerhafte Vollladungen vermieden werden.

Ein zweiter wichtiger Aspekt beim E-Bike-Fahren ist die Sicherheit. Durch den Motor bei E-Bikes muss weniger Kraft aufgewendet werden, um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, beim Bremsen ist Mensch aber auf sich allein gestellt. In absoluten Zahlen stehen Pedelecs noch weit hinter Fahrrädern zurück, was Unfälle angeht.[8] Grundsätzlich steigen aber seit den letzten Jahren die Zahl der Fahrradunfälle, was insbesondere die Polizei beunruhigt. Neben dem Ausbau des Fahrradnetzes auf deutschen Straßen wird dieses Problem auch auf individueller Ebene angegangen, z.B. mit speziellen Sicherheitstrainings des ADAC und ADFC für Pedelec-Fahrer in Baden-Württemberg.[11] Diese Trainings sollen besonders Menschen helfen, die lange kein Fahrrad mehr gefahren sind und jetzt mit einem Pedelec wieder durchstarten wollen.

So, ab jetzt gelten keine Ausreden mehr: Helm auf, losradeln, glücklich sein.

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Quellen:

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrrad
  2. https://www.exploratorium.edu/cycling/fahrradfahrens/humanpower1.html
  3. http://www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/MiD2017_Ergebnisbericht.pdf
  4. https://www.e-lastenrad.de/lastenraeder-vergleich#Zuladung
  5. https://archiv.berliner-zeitung.de/berlin/ohne-stau-durch-die-stadt-der-radelnde-schornsteinfeger-aus-berlin-29995032
  6. https://www.handwerk.com/praxisbericht-lastenrad-im-handwerk-diese-unternehmer-radeln-zum-kunden
  7. https://www.adfc-bw.de/fileadmin/dateien/Landesverband/Bilder/Aktionen/Rad_zur_Arbeit/ratgeberAlltag.pdf
  8. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Verkehrsunfaelle/_inhalt.html#sprg230562
  9. https://zurpolitik.com/2012/01/26/wie-viel-platz-brauchen-bus-auto-und-rad-in-der-stadt/
  10. https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/elektrogeraete/elektrorad-pedelec#textpart-3
  11. https://www.adac.de/der-adac/regionalclubs/wuerttemberg/service-termine/pedelectraining/

Klimaschutz durch Ökostrom

Warum Ökostrom für das Klima besser ist, braucht man gar nicht lang erklären. Aber was hat das Thema "Ökostrom" mit Weihnachten zu tun? Nun ja, Ökostrom ist ein Thema, das das ganze Jahr relevant sein sollte. Das schließt die Weihnachts- und Adventszeit natürlich ein. Und weil wir zu den Feiertagen anderen gern eine Freude machen, sich Strom aber so schlecht in Geschenkpapier einwickeln lässt, stellen wir hier ein paar Ideen vor, die Mut und Lust zum Wechsel machen.

Mit unserer Gutschein-Vorlage "Ökostrom" lässt sich so ein Geschenk wunderschön gestalten.

  1. Stromgutschein verschenken
    Durch diverse politische Maßnahmen ist Ökostrom immer noch teurer als Kohle- oder Atomstrom. Die hohen Kosten sind ein häufiges Argument, warum sich viele Menschen nicht trauen, zu einem Ökostrom-Anbieter zu wechseln (Eine Liste mit echten Ökostrom-Anbietern findet man z.B. hier). Wenn ihr jemanden kennt, der mit dem Gedanken spielt, zu wechseln, der sich aber Sorgen macht wegen der Kosten, könnt ihr die Sorgen etwas abmildern, indem ihr einen Gutschein verschenkt. Zum Beispiel könnt ihr die Stromkosten für eine Woche, einen Monat oder sogar einen längeren Zeitraum übernehmen.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Ich weiß, dir liegt unsere Umwelt am Herzen, daher möchte ich deinen Wechsel zu Ökostrom mit ............. (HIER BETRAG EINFÜGEN, z.B. "50€") unterstützen."
    "Wenn dir für Ökostrom die Kohle fehlt, dann hab ich hier was für dich."
    "Diese ............. (HIER BETRAG EINFÜGEN, z.B. "50") Wechsel-Elfen sollen dir beim Wechsel helfen."

  2. Einmal Wechselhelfen verschenken
    Wer sich seltener um Geld Sorgen machen muss, hat in der Regel häufiger ein Zeitproblem. Auch da kann ein Ökostrom-Geschenk helfen. Bietet doch an, den passenden Anbieter herauszusuchen und die beschenkte Person beim Wechsel mit eurer Zeit und eurem Wissen zu unterstützen.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Ich hab gehört, du willst im neuen Jahr zu Ökostrom wechseln. Ich helfe dir gern Aufüllens des Antrags."
    "Zeit ist goldwert. Lehn dich zurück und lass mich deinen Wechsel zu Ökostrom vorbereiten."

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Klimaschutz durch Energie sparen

Wir alle verdrängen es gern ein bisschen. Aber wir alle wissen es: Weihnachten ist ein echter Energiefresser. Die Kühlschränke und Gefrierschränke sind gerammelt voll. Der Backofen ist permanent am Plätzchen backen. Die vom Wintermatsch beschmutzte Kinderkleidung muss ständig gewaschen werden. Das Fernsehern (oder etwas moderner der Streaming-Dienst unserer Wahl) lässt uns durch sein durchkalkuliertes Programm den Feiertagsstress vergessen und die Heizung schenkt uns ein Zimmerklima, in dem das Tropentier Mensch sich richtig wohlfühlt. Und alles - wirklich alles - ist gemütlich beleuchtet: Jedes Zimmer im Haus, jeder Strauch im Hintergarten, jede Dachrinne und jeder öffentliche Platz.

Mit unserer Gutschein-Vorlage: "Strom sparen" möchten wir alle ermuntern, zu Weihnachten mutig zu sein. Verschenkt nicht Energie, sondern verschenkt eine Auszeit. Eine Auszeit vom Überfluss, eine Auszeit vom Stress der Perfektion. Hier ein paar Ideen, wie so ein Gutschein gestaltet werden kann:

  1. Eine stromlose Aktivität verschenken
    Zugegeben. Es ist utopisch, dass irgendjemand die Sicherungen rausnimmt, die Heizung abdreht und in Dunkelheit und Kälte den Heiligen Abend verbringt. Aber es gibt Dinge, die man ohne Strom machen kann: Einen Waldspaziergang ohne Handy, Kamera und Co. statt drinnen Lebkuchen zu mampfen, Ein Brettspiel spielen, statt einen Weihnachtsfilm zu schauen oder einfach mal lange im Bett kuscheln.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Lass uns mal wieder ............. (HIER AKTIVITÄT EINFÜGEN). Das macht Spaß und spart Strom."
    "Damit du mal abschalten kannst, schenke ich dir einmal Abschalten und einmal ............. (HIER AKTIVITÄT EINFÜGEN)."

  2. Restezauber verschenken
    In vielen Haushalten wird an jedem Feiertag eine große Mahlzeit aufgetischt, für die der Herd stundenlang in Betrieb ist. Das belastet nicht nur das Stromkonto, sondern auch die Nerven der häuslichen Köche. Verschenkt deswegen einmal Entlastung in der Küche: Werdet kreativ und stellt der beschenkten Person ein kaltes Buffet zusammen, vielleicht sogar aus den Resten der Vortage.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Du brauchst nicht immer lange in der Küche stehen. Lass mich den Löffel schwingen und dir ein kaltes Buffet zusammenstellen."
    "Mein Geschenk an dich: Ich räume deinen Kühlschrank aus und zaubere uns ein Abendessen."

  3. Eine Einladung an die Nachbarn verschenken
    Manchmal kann es so einfach sein, Energie zu sparen. Statt, dass jeder seiner eigenen Aktivität im eigenen Haushalt nachgeht, kann man einen Teil der Feiertage oder auch die gesamten Weihnachten zusammen verbringen. So wird am Ende weniger Energie verbraucht: Nur eine Wohnung muss voll beleuchtet und geheizt werden (bei vielen Personen im Zimmer muss generell weniger geheizt werden) und der Pro-Kopf-Stromverbrauch fürs Kochen und Backen sinkt. Wer also nette Nachbarn hat oder Freunde und Verwandte in der gleichen Stadt, kann sie gern mal zum Essen zu sich einladen. Das ist nicht nur echt freundlich, sondern auch echt klimafreundlich.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Lasst uns zusammen feiern. Eure Küche kann kalt bleiben. Wir kochen für euch."
    "Weihnachten ist am schönsten, wenn ihr bei mir seid. Kommt uns am ............. (HIER TAG EINFÜGEN) besuchen."

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Klimaschutz durch nachhaltigen Einkauf

Wenn abends die Nachrichten laufen, kann einem im Dezember die Marzipanschokolade schon mal im Halse stecken bleiben: Müllverbrennungsanlagen, die Rauchschwaden in die Luft stoßen. Meeresfische, die zwischen Plastik umherschwimmen. Kinder, die mit riesigen Macheten Kakaobohnen ernten. Als Konsumenten bekommen wir in Supermärkten eine ganz schön große Bürde aufgeladen: Sechs Tage die Woche wird uns eine enorme Auswahl an Produkten präsentiert, denen wir nur schwer ansehen können, wie "gut" sie sind. Bei jedem einzelnen Produkt müssen wir abwägen, wie nachhaltig, wie sozial verträglich und wie gesund es ist. Mittlerweile gibt es erfreulicherweise Geschäfte, die dieses feilgebotene Konsumchaos für ihre Kunden etwas reduzieren. Egal ob Bio-Läden, Fairtrade-Geschäfte, Unverpackt-Läden oder Retter-Supermärkte: Es gibt viele Möglichkeiten, die Dinge des täglichen Bedarfs umweltschonender und sozialer zu erwerben.

Unsere Gutschein-Vorlage "Nachhaltig Einkaufen"/"Plastikfrei Einkaufen" kann dazu genutzt werden, die Idee alternativer Lebensmittelgeschäfte und -supermärkte zu verbreiten. Wir haben hier Ideen zusammengestellt, wie die Vorlage genutzt werden kann:

  1. Einen Einkaufsgutschein verschenken
    Manchmal ist das einfachste Geschenk das beste Geschenk: Fast alle Läden und Supermärkte bieten ihren Kund*innen neben Waren auch Gutscheine an: Man kauft im Geschäft für eine bestimmte Summe einen Gutschein, verschenkt den Gutschein und der oder die Beschenkte kann sich für die Summe des Gutscheins etwas aussuchen. Unsere Vorlage fungiert dabei als hübsche Grußkarte.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Ich finde es toll, dass du unsere Umwelt jede Woche mit einem Einkauf bei ............. unterstützt, deswegen will ich dich mit diesem Gutschein unterstützen."
    "Einkaufen einmal anders: Mit diesem Gutschein kannst den schnöden Wocheneinkauf neu entdecken."

  2. Eine Einkaufszeit verschenken
    Ein wenig kreativer und ganz im Sinne der Feiertage: Man verschenkt Zeit. Die beschenkte Person wird in ein vorher ausgewähltes Geschäft entführt und man kann zusammen Neues entdecken. Wer selbst dort öfter einkauft, kann auch den erfahrenen Reiseführer spielen. Und natürlich freuen sich alle Empfänger*innen, wenn man obendrein beim Einkauf noch seine Spendierhosen trägt.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Ich lade dich ein, mit mir zusammen ............. (HIER NAME DES GESCHÄFTS EINFÜGEN) zu erkunden."
    "Ich möchte dir gern ............. (HIER NAME DES GESCHÄFTS EINFÜGEN) zeigen. Lass uns nächste Woche gemeinsam dort einkaufen."

  3. Einen Einkauf verschenken
    Wer den anderen gut kennt, kann natürlich auch schon für ihn einkaufen. Manche Geschäfte bieten dafür direkt Geschenkkörbe an, oder man kann sie selbst zusammenstellen. Es ist eine gute Idee, an dieser Stelle ruhig auch das Geschäft in der Grußkarte zu erwähnen, um die oder den Beschenkten darauf aufmerksam zu machen, dass man dort umweltfreundliche Produkte finden kann.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Nur für dich habe ich ein ganz besonderes Geschenk: Ich war bei ............. (HIER NAME DES GESCHÄFTS EINFÜGEN) einkaufen. Alles, was du hier siehst, ist ............. (BIO / PLASTIKFREI / VOR DER MÜLLTONNE GERETTET) und sehr, sehr lecker."
    "Genieße diese Leckereien von ............. (HIER NAME DES GESCHÄFTS EINFÜGEN)."

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Klimaschutz durch Artenschutz

Aktuell bedroht nichts so sehr die bestehende Biodiversität wie der Klimawandel. Wer das Klima schützt, tut daher eine Menge dafür, bestehende Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Jedes Klimaschutz-Geschenk ist ein Artenschutz-Geschenk. Aber auch ein Artenschutz-Geschenk kann ein Klimaschutz-Geschenk sein, nämlich immer dann, wenn es eines der typischen emissionsstarken Konsumprodukte wie Kleidung, Spielzeug oder Elektronik ersetzt.

Unsere Gutschein-Vorlage "Artenschutz" bietet eine wunderbare Grundlage, so ein Geschenk zu gestalten. Hier sind ein paar Ideen zur Umsetzung:

  1. Eine Spende verschenken
    Ein eher klassisches Geschenk: Im Namen der beschenkten Person kann man eine Spende an einen Tierschutz- oder Umweltschutzverein machen. Mit der Grußkarte kann man erklären, wohin die Spende geht und wofür sie genutzt wird.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Damit dein Lieblingstier, der ............. (HIER TIERART EINFÜGEN), weiterhin geschützt wird, geht in deinem Namen eine Spende an ............. (HIER VEREIN EINFÜGEN)."
    "Ich weiß, wie sehr du den Wald magst. Deswegen schützt diese Spende Wald in ............. (HIER LAND EINFÜGEN)."

  2. Ein Bastelstunde für Vögel verschenken
    Die folgende Geschenkidee hat meist erst nach Weihnachten einen Nutzen, aber sie schenkt schon zu Weihnachten gemeinsame Zeit und ist daher besonders für Familien geeignet: Man kann zusammen ein Vogelhaus basteln oder einen Nistkasten für das Frühjahr. Außerdem lassen sich mit wenigen Zutaten Meisenknödel und andere Vogelleckereien herstellen. Einige Informationen zu Vogelbasteleien findet man z.B. unter:
    Ideen für persönliche Grußworte
    "Lass uns zusammen kreativ sein. Wir basteln ein ............. (VOGELHAUS/NISTKASTEN etc.)."
    "Damit auch die Vögelchen ein Weihnachtsessen haben, schenke ich dir mein Lieblingsrezept für Meisenknödel."

  3. Bewusstsein verschenken
    Wer nicht so geschickt mit den Händen ist oder nicht viel Geld ausgeben kann, kann Artenschutz auch anders fördern. Ein Spaziergang in der Natur kann dafür genutzt werden, Wintervögel zu beobachten. Damit lässt sich ein Bewusstsein für Artenschutz schaffen, dass im Endeffekt zu weiteren konkreten Artenschutzmaßnahmen führen kann. Informationen zur Beobachtung von Wintervögeln findet man unter:
    https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Ich will dir ein bisschen meiner Zeit schenken und zusammen mit dir die Vogelwelt erkunden."
    "Lass uns zusammen Neues entdecken und ............. (HIER DATUM EINFÜGEN) Wintervögel beobachten."

  4. Insektenschutz verschenken
    Insekten sind das, was nicht unsere Landwirtschaft zusammenhält, sondern auch unsere kompletten Ökosysteme. Umso wichtiger ist es, Insekten zu schützen. Die faszinierenden kleinen Krabbelwesen mögen im Winter Insektenhotels und im Frühling und Sommer Blühstreifen im Garten.

    Ideen für persönliche Grußworte
    "Damit das große Krabbeln im Frühjahr wieder losgehen kann, schenke ich dir dieses Insektenhotel."
    "Die Blumen dieser Samen erfreuen nicht nur uns Menschen mit ihrer Schönheit, sondern auch Insekten mit ihrem Geschmack."

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